Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor

Regula Venske (Foto © Isabel Mahns-Techau)
Schnick Schnack Schnucki – schrecklicher als der Tod.
In: Schaurige Orte an der Nordsee. (Gmeiner)
Regula Venske erzählt eine intelligente Krimikurzgeschichte, die genauso gut geplant ist wie das Verbrechen, das begangen wird und die Leserschaft mit einer Botschaft zurücklässt: Vergessenwerden ist schrecklicher als der Tod. Es ist eine Geschichte, die trotz oder gerade wegen ihrer Kürze eine Aussagekraft erhält, die ein Echo erzeugt, dabei aber charmant und mit einem Augenzwinkern zu überzeugen versteht. So wird der Langeooger Dünenfriedhof Ort einer einfühlsamen Erzählung, die auf einfache Schauermomente verzichtet und stattdessen bewegte Historie mit der Gegenwart verbindet und dabei eine Hauptfigur zeichnet, deren Emotionen nachfühlbar beschrieben werden, selbst wenn sie zur Mörderin wird.
Das Verbrechen selbst wird hierbei fast zum Nebendarsteller, ist jedoch in seiner Einfachheit ebenso simpel wie genial. Schnick Schnack Schnucki – schrecklicher als der Tod verspricht Unterhaltung, Cosy Crime und am Ende eine tiefe Nachdenklichkeit, wie es sonst nur bei ganzen Romanen möglich ist.