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Ehren-GLAUSER 2026 für Else Laudan
Ehren-GLAUSER für Else Laudan
Die Jury des SYNDIKATS hat der Verlegerin Else Laudan in Würdigung ihres herausragenden Engagements für die deutschsprachige Krimiszene den Ehren-GLAUSER 2026 zuerkannt. Die Auszeichnung wird am Mittwoch, den 6. Mai 2026, während der 41. CRIMINALE in Salzburg überreicht.
Begründung der Jury
Else Laudan ist Verlegerin mit unermüdlicher Leidenschaft. Dazu gehört für sie auch das politische Engagement. „Ich setze auf das Kulturelle, auf Respekt, Vernetzung und Kommunikation mit dem Ziel, Gesellschaft aktiv gemeinsam zu machen“, sagte sie unlängst zur taz, und das fasst ihren Werdegang und ihre Leistungen gut zusammen.
Ihr Mittel der Wahl ist der Krimi. Schon früh entdeckte sie für sich lesend das Krimigenre, und als sich später die Gelegenheit bot, Krimis auch zu „machen", griff sie ohne zu zögern zu.
Ihre Mutter Frigga Haug gründete 1988 im Argument-Verlag die Ariadne-Reihe als „feministisches Kulturprojekt" und erste Krimireihe nur von Frauen. Warum Krimis? „Weil Krimis die radikalste Form der Gegenwartsliteratur sind (...) in einer populären, leicht verständlichen Form", so Else Laudan weiter in der taz. Und Krimis von Frauen erzählen aus der weiblichen Perspektive, ermöglichen neue - feministische - Sichtweisen auf Gesellschaft und Politik. Von Anfang an war Else Laudan bei Ariadne dabei, zuerst als Übersetzerin und Lektorin, aber schon bald programmgestaltend als Herausgeberin.
Unter dem Ariadne-Logo erschienen mit großem Erfolg Romane mit heterosexuellen und lesbischen Heldinnen, und die Reihe bot von Anfang an auch neuen deutschsprachigen Autorinnen eine Chance. Einige von ihnen erwiesen sich als Zugpferde und Vorbilder, etwa Monika Geier, Dagmar Scharsich, Merle Kröger, Christine Lehmann und Anne Goldmann. Sie alle schrieben und schreiben über starke Frauen und betrachten die Welt mit sozialkritischem Blick - Gegenentwürfe zu einer Krimi-Welt, in der weibliche Figuren fast nur als Opfer, Trophäe oder Ornament auftraten.
An diesem Konzept hielt Else Laudan fest, auch als der „Frauenkrimiboom" ab Mitte der Neunziger einsetzte, und als die wirtschaftliche Lage allgemein schwieriger wurde, besann sie sich erst recht auf den Kern des Projekts: handwerklich gut gemachte und politische Spannungsromane, durchdrungen von feministischer Überzeugung. Damit erreichte sie Beachtung für ihre Reihe in der Kritik. 2015 schloss sich Else Laudan mit einigen Autorinnen zusammen und gründete das Netzwerk HERland, um Frauen sichtbarer zu machen, die sich kritisch schreibend mit der Gegenwart auseinandersetzen. Seit 2024 vergibt das Netzwerk ein Arbeitsstipendium, „um feministischen Mut im Genre zu fördern".
Die Jury des SYNDIKATS zeichnet mit dem Ehren-GLAUSER eine Frau aus, die seit Jahrzehnten mutig und konsequent an die Wirkmacht des Krimis glaubt und sich für ihn einsetzt. Else Laudan ist es zu verdanken, dass in der deutschsprachigen Krimilandschaft feministische und politische Themen nicht übersehen werden können.
Else Laudan wurde 1963 in Berlin (West) geboren und lebt und wirkt heute in Hamburg. Sie ist Geschäftsführerin und Programmchefin im Argument Verlag mit seiner Ariadne-Reihe. Nach der Schule arbeitete Else Laudan unter anderem in Druckereien, im Buchhandel und in Zeitschriftenredaktionen und begann eine Lehre als Maschinenschlosserin. Danach schloss sie ihr Studium in Hamburg mit Diplomen in Soziologie und Sozialökonomie ab. Bereits seit 1987 ist sie als freie Lektorin und Übersetzerin tätig und übernahm nach mehreren Auslandsaufenthalten ab 1993 das belletristische Programm des Argument-Verlags und die Herausgabe der Ariadne-Reihe, die sie bereits seit 1989 betreute. 2009 wurde Else Laudan von den Mörderischen Schwestern e. V. mit der „Goldenen Auguste" ausgezeichnet.
Die Ehren-GLAUSER-Jury des SYNDIKATS 2026: Almuth Heuner, Barbara Saladin und Carsten Henn
Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Kinderkrimi"!
Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

NominiertE für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Kinderkrimi"
(in alphabetischer Reihenfolge)
Matthias Kröner: Detektiv Ameisis (Beltz&Geldberg)
Benedict Mirow: Joshua Jackelby (Thienemann)
Rieke Patwardhan: Maggie Müller ermittelt - Ein GANS furchterregender Fall (Carlsen)

Matthias Kröner
Detektiv Ameisis (Beltz&Geldberg)
(Foto © Gabriele Kröner)

Der Aufzug ist kaputt, der Ventilator sowieso – in seinem Detektivbüro im 47. Stock hat sich Ameisenbär Ameisis längst damit abgefunden, ein Privatschnüffler ohne Aufträge zu sein. Dann tritt die Nashornfrau Nita in sein Leben. Plötzlich soll Ameisis nicht nur eine Entführung aufklären, sondern befindet sich inmitten eines Polit-Thrillers. Lebensgefährlich für ihn, seine Familie – und alle Bewohner der Außenbezirke. Denn der Schauplatz dieses Romans ist eine mit Tieren bevölkerte Stadt, in der Ungleichheit und Ausgrenzung längst zur Normalität geworden sind.
Mit schwebend-augenzwinkerndem Humor und scharfer politischer Feder hat Matthias Kröner eine Tierfabel entworfen, die rasant und zielsicher durch mehrere Themenfelder gleichzeitig tanzt. Was als lockere Persiflage auf den Film Noir beginnt, weitet sich zu einer Geschichte über Korruption, Klassenkampf und Verrat. Das alles in kindgerechter Sprache sowie einem Gespür für feine Komik. Ein wortmächtiges und gesellschaftskritisch hellwaches Buch.


Benedict Mirow
Joshua Jackelby (Thienemann)
(Foto © Stephan Rumpf)
Joshua Jackelby schlägt sich als Zeitungsjunge im viktorianischen London durch. Seine Heimat ist eine Nische beim Kohlelager der Waterloo Station, seine Familie die Straßenkinder, mit denen er alles teilt, was die Reisenden zwischen den Bänken und unter den Sitzen vergessen. Er träumt von einer Zukunft als berittener Bote der Königin. Als Joshua und seine Freunde Zeugen eines schrecklichen Verbrechens werden, geraten sie in die Ermittlungen - und in Lebensgefahr.
Sie tauchen in die dunklen Gassen Londons ein, eine Welt voller Schurken, feindlicher Straßenbanden und geheimnisvoller Zirkusartisten. Im Wettlauf mit der Zeit jagen sie skrupellose Diebe, die eine sensationelle Erfindung gestohlen haben. Ein atmosphärisch dichter, abenteuerlicher Kinderroman, der einen von Anfang an fesselt. Ein bisschen Charles Dickens, ein bisschen Steampunk und ganz viel Herz und Freundschaft.


Rieke Patwardhan
Maggie Müller ermittelt - Ein GANS furchterregender Fall (Carlsen)
(Foto © privat)
Maggie Müller ist mutig, schlau, arbeitet an einem Kefir betriebenen Raumschiff – und träumt davon, einmal Detektivin in Schottland zu werden. Als die Gänse ihrer Nachbarin, der überängstlichen Autorin Violetta Winkelmann, entführt werden, nehmen Maggie und ihr Freund Samuel die Ermittlungen auf. Hat Violettas burschikose Agentin Rosi etwas mit dem Verschwinden der Tiere zu tun? Oder ihre spießigen Nachbarn, denen das Federvieh schon lange ein Dorn im Auge ist? Maggie ermittelt in alle Richtungen, aber dann entwickelt sich der Fall Gans anders, als sie vermutet hat …
Rieke Patwardhan ist mit Maggie Müller ermittelt – Ein Gans furchterregender Fall ein spannender und warmherziger Kinderkrimi gelungen, der sich durch seine leichte, humorvolle Sprache auszeichnet und dessen liebenswerter Protagonistin Maggie man mit großem Vergnügen bei ihren Ermittlungen folgt.
Jury:
Heike Gerdes, Oliver Schlick, Elisabeth Herrmann, David Frogier de Ponlevoy und Anke Kemper (Juryrganisation)
(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)
Bloody Cover - das sind die Nominierten für 2026
Berei
Bereits zum fünfundzwanzigsten Mal wird nach dem originellsten, stimmigsten, markantesten oder kurzum dem schönsten Krimi-Cover des vergangenen Jahres eines deutschsprachigen Titels (keine Übersetzungen) gefahndet.
Dazu nominierte die Jury von Bloody Cover, gefördert vom SYNDIKAT und in Zusammenarbeit mit dem krimi-forum.de, aus ca. 400 Krimi-Neuerscheinungen des Jahres 2025 zwölf Finalisten.
In ausgewählten Städten und per Internet hat das Lese-Publikum die Möglichkeit über das Bloody Cover 2026 abzustimmen und über den Siegertitel zu entscheiden!
Die nominierten Cover (in alphabetischer Reihenfolge der AutorInnen) sind:
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Hedda Anders – Tot überm Weidezaun
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Timo Blunck – Ein kleines Lied über das Sterben
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Max Bronski – Die Josephsbrüder
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Peter Grandl – Reset
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Johannes Groschupf – Skin City
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Steffen Hunder (Hrsg.) – Mordsjahre
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Andreas Izquierdo – Über die Toten nur Gutes
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Alex Lépic – Lacroix und der Auftragsmord im TGV |
Fabian Navarro – Miez Marple und die Tatze der Verdammnis
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Andy Neumann – Vier
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Su Turhan – Schattenbauten
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Christof Weigold – Der deutsche Tycoon Kampa
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An folgenden Orten können Krimi-Fans wieder ihre Stimme abgeben:
Im Internet unter www.krimi-forum.de (vom 04.02. – 06.04.2026)
Oder persönlich voraussichtlich ab Mitte/Ende Februar (ACHTUNG: Individuelle Abstimmungszeiträume) in der Humboldt-Bibliothek in Berlin, der Stadtteilbibliothek Bornheim in Frankfurt, der Bibliothek Greiz im Vogtland, der Bücherhalle Barmbek in Hamburg, der Zentralbibliothek in Köln, der Bibliothek Leipzig-Plagwitz „Georg Maurer“, in der Bücherei Mering, der Hauptbücherei in Wien, in der PBZ Pestalozzi-Bibliothek Oerlikon in Zürich, außerdem im Kriminalhaus in Hillesheim und in der Stadtbibliothek der CRIMINALE-Stadt Salzburg.
Das Gewinner-Cover wird auf der CRIMINALE in Salzburg bekanntgegeben.
Weitere Infos finden Sie danach natürlich auch auf unserer Website und www.krimi-forum.de
Der Preis ist undotiert und wird in Form einer Urkunde an den Verlag und an das Grafikbüro übergeben.
Die “Zeit” vergibt neuen Kinder- und Jugendbuchpreis
Die "Zeit" vergibt einen neuen Kinder- und Jugendbuchpreis. Er löst den Luchs-Preis ab, den die Wochenzeitung 40 Jahre lang gemeinsam mit Radio Bremen vergeben hat. Die Bandbreite der Bücher, die ausgezeichnet werden können, reicht vom Bilderbuch über das Sachbuch bis hin zum Kinder- und Jugendroman. Bestandteil des neuen Konzepts ist eine Kinderjury.
Kommt uns bekannt vor... Das SYNDIKAT vergibt seit Jahren die GLAUSER-Preise auch in den Kategorien Kinder- und Jugendkrimi und da wir großen Wert auf die Meinung der Zielgruppe legen, gibt neben der Jury aus SYNDIKATS Autorinnen und Autoren auch eine Kinder- und Jugendjury ihr Urteil ab. Am 4. Februar ist es übrigens wieder so weit. Dann werden die Nominierten für den GLAUSER 2026 bekannt gegeben. Hier erfahrt ihr alles aus erster Hand. Also dranbleiben!
Gute Nachricht: Das gedruckte Buch bleibt beliebt!
Die gute Nachricht zum Wochenstart: Das gedruckte Buch bleibt weiterhin beliebt! Laut NDR-Kultur bestätigen Branchenkenner, dass der Wunsch nach dem Gedruckten keine Nostalgie ist. Vielmehr fungiert das klassische Buch als Rückzugsort in einer reizüberbluteten, beschleunigten Welt. Zusätzlich punktet das analoge Medium gegenüber Tablet & Co. mit der sinnlichen Erfahrung, beispielsweise der Haptik des Papiers oder dem Gewicht des Schmökers. Bücher mit Farbschnitt erobern den Markt, inzwischen gibt es sogar Exemplare, die mit einem speziellen Duft versehen sind, der zu bestimmten Szenen passt. Könnte im Krimi ziemlich heftig sein... Was meint ihr? Den vollständigen NDR-Artikel findet ihr hier.
Real Cases und Witziges. Heute: Folge 23 (Teil1)
REAL CASES - spannend, kurios, lustig und manchmal unglaublich, aber wahr!
Kann der Vergewaltiger und Mörder von Amy Lopez nach 31 Jahren ermittelt werden?
Heute erinnert sich unser SYNDIKATS-Mitglied Jörg Schmitt-Kilian“ (Kriminalhauptkommissar a.D.) an einen spektakulären bis heute ungeklärten Mordfall aus dem Jahre 1994. Im zweiten Teil beschreibt er, wie in seinem 2018 erschienenen Krimi VERSCHWUNDEN dieser Fall literarisch gelöst wurde. Im dritten Teil erklärt Schmitt-Kilian, warum die Kripo diesen cold case 2025 erneut „aufrollt“ und wieso das in „Aktenzeichen XY“ beschriebene Täterprofil „seiner literarischen Lösung“ ähnelt.

1. Wer hat Amy Lopez ermordet?
Der bis heute unaufgeklärte Mord an der jungen Amerikanerin Amy Lopez ist nur einer von vielen Mordfällen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Koblenz der nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei vielen Frauen und Männern im Polizeidienst große Betroffenheit ausgelöst hat. Aber wir müssen bei den Ermittlungen in sogenannten „Leichensachen“ (der Mensch wird im wahrsten Sinne des Wortes zur Sache) professionell agieren, uns „gefühlsmäßig distanzieren“ und dürfen uns nicht „von falscher Trauer täuschen“ lassen. Das ist „leichter gesagt als getan“, besonders wenn man die Opfer persönlich kennt. Es macht einen Unterschied, ob unbekannte Tote vor uns auf dem Obduktionstisch liegen oder ob wir diese Menschen lebend gekannt haben.
Zwei Mordfälle in der nahen Vergangenheit haben mich besonders berührt: die Ermordung von Waltraud und Heinrich Schemmer durch die eigene Schwiegertochter und das Auffinden der kopflosen Leiche des Obdachlosen Gerd Straten an seiner Schlafstelle auf dem Koblenzer Hauptfriedhof. Ich kannte das Ehepaar Schemmer und Gert Straten persönlich. Waltraud und Heinrich Schemmer hatte in „meinem“ Koblenzer Stadtteil Goldgrube, einen kleinen Lebensmittelmarkt wo ich beide mehrmals im Monat beim Einkaufen getroffen habe. Bevor Gert Straten obdachlos wurde hatte er in seiner Galerie für unsere Familie alte Fotos der Großeltern gerahmt. Mordfälle wie die des Ehepaars Schemmer und Gert Straten gehen weit über das hinaus, was im Polizeialltag zur Routine gehört. Solche Fälle „nimmt man mit nach Hause“. Kaum jemand der nach Dienstschluss „loslassen“ kann. Wir spüren bei dem Versuch professionelle Distanz zu wahren oft unsere persönliche Betroffenheit, wenn Tat und Opfer so nahe an der eigenen Lebenswelt angesiedelt sind. Reale Erlebnisse dienen aber auch als Inspiration für meine Bücher, denn sie zeigen, wie dünn die Trennlinie zwischen der Realität des polizeilichen Alltags und meiner Fantasie als Autor verläuft. Und gerade deshalb beschreibe ich in meinen Krimis weniger die Grausamkeit der Taten, sondern konzentriere mich auf menschliche Abgründe, die Stärke der Überlebenden und möchte meiner Leserschaft die Gefühlswelten von Frauen und Männern im Polizeidienst näherbringen.
Während der Mord an dem Ehepaar Schemmer mit außergewöhnlichen Ermittlungsmethoden geklärt werden konnte, ist die Enthauptung von Gert Straten weiterhin ein Cold Case und so verringert sich mit jedem Tag die Chance diesen grausamen und außergewöhnlichen Mordfall aufzuklären. Gert war kein typischer Obdachloser, er trank keinen Alkohol, wurde nie gewalttätig, war gebildet und ich habe ihn oft in der Stadtbibliothek getroffen. Allzu häufig begegnen wir wohnungslosen Menschen mit Vorurteilen aber hinter jedem Einzelschicksal verbirgt eine eigene Geschichte. Es sind Begegnungen wie diese, die einem bewusst machen, wie schnell jemand aus dem gesellschaftlichen Raster fallen kann. Ich habe mich nach dem Mord an Gert an Begegnungen mit „Pennern“ während meiner Dienstzeit als junger Polizist auf der Münzwache und bei Recherchen in Amsterdam, Berlin und Hamburg für mein bei LÜBBE erschienenes Buch Sucht ist in der feinsten Hütte erinnert. Ich lernte als Straßenmusikant viele sympathische Menschen und dramatische Schicksale kennen und mir wurde bewusst, wie oft wir Obdachlose in eine Schublade stecken, ohne zu wissen, warum sie „kein Dach über dem Kopf haben“. Es gibt zahlreiche Gründe, warum Menschen obdachlos werden aber keinen einzigen sie zu verachten.
Aber zurück zu unserem cold case: Am 26. September 1994 wollte die 24-Jährige Amy Lopez zur Festung Ehrenbreitstein wandern und glaubwürdige Zeugen hatten die junge Frau noch gegen 8:50 Uhr gesehen. Nur kurze Zeit später muss sie ihren Mörder getroffen haben, denn bereits um 10:15 Uhr entdeckten zwei Jugendliche Amys nackte Leiche in einem abseits vom Pfad gelegenen Nebengebäude unterhalb der Festung. Amy Lopez wurde sexuell misshandelt und auf äußerst brutale Art ermordet.
Bereits 1994 sind wir davon ausgegangen, dass es sich bei Amy Lopez um ein „Zufallsopfer“ handelt. Die junge Frau war „zur falschen Zeit am falschen Ort“. Vermutlich hatte Amy den Täter nach dem Weg gefragt und dieser bot er ihn, sie zu begleiten und zerrte sie in den abseits des Pfads gelegenen Raum. den nur „Ortkundige“ kennen und diese Erkenntnis führte mich zu „meinem“ Täter aus dem nahegelegenen Mühlental. Im zweiten Teil erkläre ich, wie in VERSCHWUNDEN zwei wahre Fälle zu einer Story geschmolzen sind und vermutlich hat sich schon mancher SYNDIE gefragt, ob die schriftstellerische Fantasie einen cold case lösen kann. Lasst euch überraschen!



Criminale-Anthologie Salzburg 2026: jetzt vorbestellen!
Mord und mozartkugel
Die Festspielstadt Salzburg fasziniert: Wolfgang Amadeus Mozart, barocke Herrlichkeit, Weltkulturerbe - Millionen Gäste aus aller Welt lassen sich jedes Jahr begeistern. Doch hat dieses glanzvolle Ambiente auch dunkle Seiten? Findet man Mysteriöses oder kommt gar Unerlaubtes ans Licht, wenn man nur gründlich sucht? 20 namhafte Autorinnen und Autoren des SYNDIKATS haben sich aufgemacht, um im Vorfeld des Festivals CRIMINALE Abgründiges zu erforschen. Das Ergebnis sind 20 kriminell spannende Geschichten aus Stadt und Land Salzburg.
Folgende Autorinnen und Autoren sind mit dabei:
Mina Albich, Sandra Åslund, Volker Backert, Manfred Baumann, Wolfgang Bortlik, Christine Brand, Nadine Buranaseda, Herbert Dutzler, Katharina Eigner, Beate Ferchländer, Heike und Peter Gerdes, Andreas Gruber, Andreas Izquierdo, Lutz Kreutzer, Niemann & Goerz, Robert Preis, Jutta Profijt, Claudia Rossbacher, Gudrun Wieser und Bastian Zach. Die Anthologie Mord und Mozartkugel erscheint am 11.03.2026. Ihr könnt sie vorbestellen.












