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Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kinderkrimi": Rieke Patwardhan

09. Apr. 2026
Kategorie: News

 

Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.

 

Maggie Müller
Rieke Patwardhan Foto privat

Rieke Patwardhan

Maggie Müller ermittelt - Ein GANS furchterregender Fall (Carlsen)

(Foto © privat) 

Maggie Müller ist mutig, schlau, arbeitet an einem Kefir betriebenen Raumschiff – und träumt davon, einmal Detektivin in Schottland zu werden. Als die Gänse ihrer Nachbarin, der überängstlichen Autorin Violetta Winkelmann, entführt werden, nehmen Maggie und ihr Freund Samuel die Ermittlungen auf. Hat Violettas burschikose Agentin Rosi etwas mit dem Verschwinden der Tiere zu tun? Oder ihre spießigen Nachbarn, denen das Federvieh schon lange ein Dorn im Auge ist? Maggie ermittelt in alle Richtungen, aber dann entwickelt sich der Fall Gans anders, als sie vermutet hat …

Rieke Patwardhan ist mit Maggie Müller ermittelt – Ein Gans furchterregender Fall ein spannender und warmherziger Kinderkrimi gelungen, der sich durch seine leichte, humorvolle Sprache auszeichnet und dessen liebenswerter Protagonistin Maggie man mit großem Vergnügen bei ihren Ermittlungen folgt.

  

 



 

Vorstellung der GLAUSER-Nominieren 2026: Kategorie "Debütroman": Robert Lackner

01. Apr. 2026
Kategorie: News

Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.



 

Seidenstraße
Robert Lackner c privat
Robert Lackner

Seidenstrasse (Kremayr &Scheriau)

Foto © privat

Ein Handelsabkommen mit China steht kurz vor dem Abschluss, doch wütende Proteste im Hamburger Hafen und eine brutal ermordete chinesische Unternehmensberaterin gefährden die Verhandlungen. Der Sicherheitschef des Hamburger Hafens, Max Oster, der kurz zuvor mit der Toten in der Oper war, steht schnell als Hauptverdächtiger fest. Gemeinsam mit der Investigativ-Journalistin Laura Schneider macht er sich auf die Suche nach den wahren Tätern und stößt dabei auf ein Dickicht aus Machtspielen, Intrigen und persönlichen Animositäten, in dem Werte wie Moral und Demokratie zu hohlen Phrasen verkommen. Politiker, Unternehmer, Geheimdienste, Presse und Polizei verfolgen ihre eigenen Interessen und sind nicht zimperlich in der Wahl ihrer Mittel.

Robert Lackner erzählt vor dem Hintergrund der weltweiten chinesischen Wirtschaftsexpansion, die als „Neue Seidenstraße“ firmiert, und dem eskalierenden Konflikt im südchinesischen Meer diese komplexe Gemengelage gekonnt als rasanten, spannenden und aktuellen Politthriller.





 

Penguin Random House klagt gegen Open AI

31. März 2026
Kategorie: News

Die Verlagsgruppe Penguin Random House hat beim Landgericht München eine Klage gegen OpenAI eingereicht. Es geht um die Urheberrechte ihres Autors und Illustrators Ingo Siegner an den Inhalten seiner Buchreihe „Der kleine Drache Kokosnuss“. Diese sieht die Verlagsgruppe verletzt. Hintergrund: Der von OpenAI Ireland Ltd. angebotene KI-Chatbot ChatGPT gebe Inhalte aus urheberrechtlich geschützten Werken von Ingo Siegner in erkennbarer Form wieder, erklärt Penguin Random House in einer Meldung. Außerdem erzeuge der Chatbot Illustrationen der Figur des „Kleinen Drachen Kokosnuss", die dem Original zum Verwechseln ähnlich sähen.  ChatGPT gebe zusätzlich „eigeninitiativ Vorschläge zur Erstellung eines druckfertigen Manuskriptes einschließlich rechtsverletzendem Cover und Klappentexten sowie konkreten Anleitungen zur Einstellung auf Selfpublishing-Plattformen". Der Börsenverein begrüßt die Klage in seiner  Stellungnahme als „wichtigen Schritt hin zur dringend nötigen Regulierung generativer KI.” Mehr erfahrt ihr hier

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Roman: Anne Freytag

30. März 2026
Kategorie: News


Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.


 Blaues Wunder
freytag anne 12493 Foto Studio TascaAnne Freytag

Blaues Wunder (Kampa)

Foto © Studio Tasca

Der Roman Blaues Wunder von Anne Freytag drängt sich nicht auf. Der Sommer auf dem Meer wird leise erzählt.

Drei Paare und ein mysteriöser Sohn auf einer Luxusyacht in philippinischen Gewässern. Was nach traumhaftem Urlaub klingt, entpuppt sich als toxisches Assessment-Center. Durch die Perspektiven der Ehefrauen werden subtile Machtspiele seziert. Aus zunächst nur dekorativen Begleiterinnen entwickeln sich weitblickende Beobachterinnen.

Mit sprachlicher Sensibilität und psychologischer Genauigkeit erzählt dieser Roman von zwischenmenschlichen Dynamiken, die nicht am großen Knall zerbrechen, sondern an feinen Rissen. Er zeigt, dass Spannung auch aus Stille entstehen kann. Und dass Literatur dort am stärksten ist, wo sie uns mit unseren eigenen Gefühlen konfrontiert, ohne sie zu erklären.

Der Roman ist eine schonungslose Analyse ökonomischer Abhängigkeiten und patriarchaler Strukturen und zeigt, wie schwer es ist, sich aus diesen Abhängigkeiten zu befreien.

Ein Leseerlebnis, das lange nachhallt.

 


 


 

 


 

Jury: Ursula Hahnenberg, Hendrik Berg, Peter Märkert, Bernhard Aichner, Klaudia Blasl, Andreas Russenberger, Thea Krüger und Lena Johannson  (Jury-Organisation)


(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)

 

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kinderkrimi": Benedict Mirow

25. März 2026
Kategorie: News

Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.



  Joshua Jackelby
alice pantermuller privat

 Benedict Mirow

Joshua Jackelby (Thienemann) 

 (Foto © Stephan Rumpf) 

Joshua Jackelby schlägt sich als Zeitungsjunge im viktorianischen London durch. Seine Heimat ist eine Nische beim Kohlelager der Waterloo Station, seine Familie die Straßenkinder, mit denen er alles teilt, was die Reisenden zwischen den Bänken und unter den Sitzen vergessen. Er träumt von einer Zukunft als berittener Bote der Königin. Als Joshua und seine Freunde Zeugen eines schrecklichen Verbrechens werden, geraten sie in die Ermittlungen - und in Lebensgefahr.

Sie tauchen in die dunklen Gassen Londons ein, eine Welt voller Schurken, feindlicher Straßenbanden und geheimnisvoller Zirkusartisten. Im Wettlauf mit der Zeit jagen sie skrupellose Diebe, die eine sensationelle Erfindung gestohlen haben. Ein atmosphärisch dichter, abenteuerlicher Kinderroman, der einen von Anfang an fesselt. Ein bisschen Charles Dickens, ein bisschen Steampunk und ganz viel Herz und Freundschaft.

 

 




 

Nachruf auf Tommie Goerz

24. März 2026
Kategorie: News

Zuerst muss die Wahrheit raus: In einem anderen Leben war Tommie Goerz promovierter Soziologe (also Doktor) und hieß von Geburt an Marius Kliesch. Um sein Langzeitstudium über 24 Semester zu finanzieren, arbeitete er in den unterschiedlichsten Jobs (Tankwart, Umzugshelfer, Postsortierer etc.). Gemalt hat er natürlich auch, und Musik auf allerlei Instrumenten gemacht. Krimis zu schreiben, fing er erst relativ spät an: Ab 2010 schickte er unter seinem Pseudonym Tommie Goerz den Nürnberger Kommissar Friedo Behütuns in insgesamt zehn Fällen zum Schafkopf, zum Schlachttag, zum Stammtisch. Die Regionalkrimis waren tief verwurzelt in Tommies fränkischer Heimat, aber die Bücher bedienten nicht nur die üblichen Klischees von deftigem Essen und schrulligen Leuten, sondern der Autor hatte auch ein Gespür dafür, was unter der Oberfläche fault. Die berühmten menschlichen Abgründe, in die seine Charaktere immer wieder stolperten.

Tommie kannte seine Heimat Franken genau, samt der Risse und Abgründe, und die meisten seiner Geschichten spielen hier. Er hat sie auch durchwandert. Und so sind mit dem Fotografen Werner Appelt die Bücher „In fränkischen Wirtshäusern“ und „Tante Emma lebt. Zu Besuch in fränkischen Läden“ entstanden. Beide Bücher werfen einen liebevollen Blick auf Kulturen, die langsam verloren gehen. Ja, ein bisschen Wehmut steckt in allen Büchern von Tommie Goerz.

Persönlich kennengelernt habe ich ihn bei einem Krimi-Stammtisch, den er bei sich zuhause in Erlangen veranstaltete. Genauer gesagt: im schön verwilderten Garten hinter seinem Holzhaus. Mein Zug hatte Verspätung, deshalb waren die Bratwürste schon aus. Eigentlich schlechte Voraussetzungen, um sich kennenzulernen, aber okay: Das Bier war gut. Für die Genüsse des Lebens hatte Tommie auch was übrig, und bei ihm zuhause hätte man nie ein schlechtes Bier bekommen. Tatsächlich braute er drei- bis viermal im Jahr selbst welches ein, und er hatte auch eigene Schnäpse. Im Piemont lernte er Melken und Käsen. Es bestand also auch ohne Bratwürste kein Mangel.

Später wurden wir ungeplant verbunden: Tommie und ich waren die ersten Franken, die sowohl den GLAUSER-Preis in der Sparte „Roman“ erhielten, als auch auf der Krimi-Bestenliste von Deutschlandfunk Kultur erschienen. Das löste aber bei uns beiden zum Glück keinen der immer noch verbreiteten Hahnenkämpfe aus, sondern wir kommunizierten entspannt miteinander. Vor allem, wenn wir persönlich aufeinandertrafen. Und tatsächlich waren seine späten Krimis „Meier“ und „Frenzel“ noch mal eine andere Hausnummer als seine sowieso schon guten Regionalkrimis um Kommissar Behütuns. Tommie Goerz wurde einfach immer besser, und seine literarische Handschrift immer klarer.

Und so kam es, dass ihm das Krimi-Genre zu eng wurde. Der Roman „Im Tal“ erzählt die Geschichte Anton Rossners, der 1897 auf einem abgelegenen Bauernhof in der Fränkischen Schweiz das Licht der Welt erblickt, aber gleich zu Beginn des Buches, sitzt er 71 Jahre später erfroren am Tisch. Ein dunkler Text von unglaublicher Wucht. Ein Meisterwerk. Es generierte mehr Aufmerksamkeit, als alle vorherigen Bücher Tommies. Aber mit der Stunde des Erfolgs kam auch die Erkrankung. Schlimme Pointen hält das Leben bereit.

Für den Herbst 2023 hatte ich Tommie Goerz für eine Lesung zum Lesefest Die Dunkle Seite nach Hof eingeladen. Ein paar Wochen vorher musste er absagen, weil er eine Diagnose erhalten hatte, die ihn in den nächsten Monaten beschäftigen würde. Wie er es mit viel Haltung ausdrückte. Umso mehr freute ich mich, als er meine Lesung bei der CRIMINALE 2024 in Hannover besuchte, obwohl es ihm, noch sehr angegriffen von der Krankheit und den Behandlungen, durchaus Mühe bereitete. Ich fühlte mich geehrt. Seine eigene Lesung aus „Im Tal“ holten wir ein Jahr später als geplant im Herbst 2024 nach. Tommie überzog im rustikalen Polka Café, in dem er sich sichtlich wohl fühlte, gnadenlos die abgesprochene Zeit, und fragte, dann das Publikum, ob es noch mehr hören wolle. Natürlich wollten das alle. Tommie war auch ein sehr guter Performer.

Trotz seiner Erkrankung hat Tommie nie aufgehört zu schreiben. Im Jahr 2025 erschien „Im Schnee“, das schnell zum auch von der Kritik gefeierten Bestseller wurde. Es spielt im Fichtelgebirge – also gleich bei mir um die Ecke. Im Zentrum steht die Totenwache für den Schorsch. Es werden viele Geschichten erzählt, und es geht viel um’s Abschied nehmen.

Am 14. März 2026 ist Tommie Goerz gestorben. Er wurde so alt wie Anton Rossner, der Protagonist des Romans „Im Tal“. Tommie hat bis zuletzt geschrieben. Ein letzter Roman soll posthum erscheinen. RIP

Roland Spranger

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kurzkrimi": Fenna Williams

23. März 2026
Kategorie: News

 Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor. 


Fenna Williams fenna williams 2738 Foto Saskia Marloh(Foto © Saskia Marloh) 

Frosty the Snowman. 

In: Festlich morden. (Emons)

„Ich würde alles dafür tun, Lokführer zu werden.“ Und der Protagonist Marty wird Reichsbahner. Mit Haut und Haar. Doch diesen Traumjob gibt es in der ehemaligen DDR nicht umsonst. Aus Marty wird Frosty, the Snowman, ein Stasi-Spitzel, der auch nicht davor zurückschreckt, seine Nachbarn und besten Freunde zu denunzieren. Genau die Freunde, die sich um ihn kümmerten, nachdem sein Vater in den Westen geflohen war, wodurch aus Marty der Sohn eines Verräters wurde. Seine Freunde verhelfen ihm auch, seinen Traum zu erreichen. Nach langer Zeit erfährt Marty, dass er selbst von den Menschen manipuliert und missbraucht wurde, denen er am meisten vertraut hat. Spannend, eindrucksvoll und ergreifend, in schnörkelloser Sprache, zeichnet Fenna Williams das Bild eines Mannes zwischen Scham und Schuld nach. Kunstvoll verwebt die Autorin dafür zwei Erzählstränge miteinander, die nach und nach das ganze Ausmaß der Tragödie enthüllen. Eine Geschichte über Verrat und Freundschaft in einer dunklen Zeit. Ein Krimi mit Tiefgang!


  

 



 

Umfrage von BoD: Die Hälfte der AutorInnen nutzt KI-Tools

20. März 2026
Kategorie: News

Der Self-Publishing-Dienstleister „Books on Demand“ (BoD) hat Autorinnen und Autoren zum Thema KI-Nutzung befragt. Insgesamt haben sich 3.663 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Erhebungszeiträumen vom 25.10. bis 5.11.2024 (1.762 Teilnehmende) und vom 29.10. bis 5.11.2025 (1.901 Teilnehmende) beteiligt. Dabei zeigte sich, dass die Hälfte der befragten AutorInnen (52 %) KI-Tools für ihre Schreibprojekte nutzt. Zum Vergleich: 2024 war es nur etwa jede:r Dritte (37 %).

Wo kommt die KI zum Einsatz? Der mit Abstand wichtigste Anwendungsbereich für die Befragten war die Recherche. (2024: 66 % | 2025: 74 %). Es folgten Ideenfindung/Brainstorming (2024: 65 % | 2025: 59 %), Korrektorat (2024: 48 % | 2025: 59 %) und vermehrt die Buchvermarktung (2024: 37 % | 2025: 40 %). 

Für ein Lektorat nutzte die Hälfte der befragten AutorInnen KI-Tools  (2024: 45 % | 2025: 48 %). Bei der Textgenerierung (2024: 30 % | 2025: 24 %) und dem Plotten (2024: 28 % | 2025: 24 %) nahm der Einsatz der Künstlichen Intelligenz hingegen ab. Weitere Details der Umfrage erfahrt ihr hier

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