Schüsse am Schiffercafé
Jochen Bender

CW Niemeyer / www.niemeyer-buch.de

Taschenbuch

ISBN 978-3-8271-9328-5
September 2023

15,– € [D], 15,– € [A]
Furcht an der Förde

Vom Tiessenkai tropft Blut in die Ostsee. Es gehört zu einer riesigen Blutlache, in deren Mitte eine Leiche liegt.
Trieb unbändige Wut jemanden zu diesem grausamen Mord an dem harmlosen Rentner? War es vielleicht der Unbekannte, mit dem er sich in einem Holtenauer Kiosk stritt? Oder ermordet ein Psychopath willkürlich arglose Kieler Bürger?
Die Kommissarinnen Frauke Knoop und Uta Meyer ermitteln im Umfeld des Toten, der Spenden für ein russisches Waisenhaus sammelte und sie über die Ostsee verschiffte. Sie fragen sich, welche Rolle der charmante Porschefahrer spielt, der die Tochter des Toten umgarnt? Schwierige Ermittlungen für Frauke Knoop. Sie kämpft noch immer mit den Folgen ihrer Entführung durch den Kieler Frauenmörder und lebt in ständiger Angst, dass er erneut aus dem Dunkel auftauchen könnte.
Jochen Bender

Jochen Bender

JOCHEN BENDER forschte als Psychologe bei den Kriminalisten, arbeitete im Knast und unterstützte die Polizei bei Amok-Übungen. Aus bewegenden realen Geschehnissen kreiert er spannende Krimis mit kunstvoll ineinander verflochtenen Erzählsträngen. So dreht sich sein aktueller Krimi "Schüsse am Schiffercafé" um zerplatzende Lebensträume und welche Dynamik sich daraus entwickeln kann. Mittlerweile sind von ihm dreizehn Krimis veröffentlicht, zuletzt sein zweiter Ostsee-Krimi.

Kontakt: coach_bender(at)web.de  

Fragen der SYNDIKATS-Redaktion an Jochen Bender

Wo schreibst du am liebsten?

Auf dem Sofa mit Blick auf den Wald vor meiner Türe.                  

Warum bist du im SYNDIKAT?

Weil die Treffen Spaß machen und Solidarität dort nicht nur ein Wort ist.

Dein Sehnsuchtsort?

Der wunderbare Kosmos der Bücher.   

Dein Lieblingsgetränk?

Dunkler spanischer Rotwein, nicht nur aus der Rioja.

Wo findest du Ruhe?

Im Wald, besonders gerne im Schwarzwald.

Leseprobe

In Kiel wälzte Frauke sich schweißnass im Bett. In ihrem Traum erlebte sie erneut den Horror ihrer Entführung auf der Sunseeker. Der Frauenmörder hatte soeben außerhalb des deutschen Hoheitsgebiets die Motoren der schnellen Yacht gestoppt. Während jene ausfuhr, starrte er seine Geisel forschend an. Frauke war ihm mit ihren an die Decke gefesselten Händen wehrlos ausgeliefert.

„Bist du wirklich mit diesem Irren zusammen?“

„Ja! Unter den Fotos auf meinem Smartphone findest du reichlich Bilder von ihm!“

Ihr Entführer zögerte kurz, schnappte sich dann ihr Handy, öffnete das Verzeichnis und scrollte solange durch die Bilder, bis er ein Selfie von Frauke und Roland fand. Akribisch verglich er Rolands Gesicht mit dem Foto des Zeitungsartikels.

„Er könnte es sein. Sie sehen sich zumindest ähnlich. Und der soll kaltblütig zwei Mafia-Killer erschossen haben? Eigentlich sieht er ganz harmlos aus.“

„Das tust du auch!“

Er grinste breit.

„Da hast du auch wieder Recht. Was ich nicht verstehe: Warum verliebt sich eine Mordermittlerin wie du ausgerechnet in einen Mörder? Wobei ich zugeben muss, dass das schon irgendwie etwas hat. Schließlich bin ich selbst ein Mörder.“

Sein Lächeln wurde anzüglich.

„Als ich mich in Roland verliebte, wusste ich schlicht nichts von seiner dunklen Seite!“, fauchte sie.

„Also gut! Du bist mir nicht das Risiko wert, dass der Irre sich wie ein Bluthund auf meine Fährte setzt, um seine ganz persönliche Rache zu befriedigen. Ich lasse dich also frei.“

„Hier? Mitten auf dem Meer?“

„Klar! Glaubst du etwa, ich laufe deinetwegen einen Hafen an!“

„Das ist Mord! Wenn du mich hier über Bord schmeißt ...“

„Keine Sorge, du bekommst meine Rettungsinsel! Darf ich bitten!“

Er trat hinter sie, presste sich an ihren Rücken und umfasste sie mit seinem kräftigen rechten Arm so, dass seine Pistole ihr Kinn nach oben drückte. Die leiseste Zuckung seines Fingers bliese ihr das Gehirn aus dem Schädel. Frauke erstarrte, während er ihre Handschellen von der Decke löste. Er fesselte ihre Hände vor dem Körper, trat von ihr zurück und wies mit der Hand in Richtung Heck. Frauke zögerte.

„Nun mach schon! Ich warte hier bestimmt nicht, bis meine Häscher kommen! Willst du frei sein oder nicht?“

„Klar will ich meine Freiheit.“

Zögernd lief sie ihm voraus Richtung Heck, als hinter ihr ein Schuss explodierte, dem drei weitere folgten. Vier Geschosse schlugen tief in ihrem Rücken ein und warfen sie zu Boden. Als sie wehrlos vor ihm lag, beugte er sich über sie, setzte die Pistole auf ihre Schläfe auf und drückte zwei weitere Male ab…

 

Termine

Wann Was Wo
15. März 24
19:00 Uhr
Böblingen: Die Mordskerle back in Town Stadtbibliothek "Im Höfle" Böblingen
71032 Böblingen
13. Juni 24
18:00 Uhr
Botnanger Krimiabend
Krimi-Lesung von Jochen Bender
Bürgerhaus Botnang
70195 Stuttgart
02. Juli 24
19:30 Uhr
Mit den Mordskerlen in Schwaikheim
Krimi-Lesung mit Jochen Bender
Rathaus Schwaikheim
71409 Schwaikheim