Chiemsee Morde
Walther Stonet

[dabbeljuti] Media

Taschenbuch

ISBN 978-3-9115-6602-5
1. Auflage, September 2025

15,99 € [D], 16,50 € [A]
Drei Männerleichen am Ufer des Chiemsees – und die Ermittlungen laufen ins Leere. Hauptkommissar a.D. TJ Brühlsdorf, frisch promoviert aus den USA zurück, soll mit seinem Team Licht ins Dunkel bringen. An der Seite der klugen Ersten Kommissarin Rieke von Bechtelsberg und ihrer engagierten Ermittlungskommission stößt er auf ein Geflecht aus alten Beziehungen, familiären Konflikten und lebensgefährlichen Geheimnissen. Die Spuren führen zu Intrigen, Rache und einer mörderischen Abrechnung, bei der schließlich auch das Leben der Ermittler auf dem Spiel steht. Zugleich ergeben sich auch im Privatleben des Grafen überraschende Antworten auf verwirrende Gefühle. Dass ganz nebenbei noch ein gewaltiger Shitstorm über die Handelnden hinwegfegt, steigert die Spannung ins Unermessliche. Menschliche Abgründe allüberall – ganz wie im richtigen Leben. Ein Kriminalroman mit regionalem Flair, komplexen Charakteren und überraschenden Wendungen – spannend bis zur letzten Seite!
Walther Stonet

© 2021 by Thomas Kiehl

Walther Stonet

Walther Stonet lebt mit seiner Familie in Metzingen, ist selbstständig und leitend in der IT-Branche tätig. Seit dem 14. Lebensjahr schreibt er Liedtexte und Gedichte, später Kurzgeschichten, Essays, Rezensionen und Romane. Seit 2015 gibt er den Blog und das Magazin zugetextet.com heraus.

Lyrikbände: Die dunkle seite der nacht (2014, dahlemer verlagsanstalt), So nett gelebt – Das Dasein geteilt durch vierzehn, (2021, edition rabenpresse im VSS Verlag)

Romane: Unfake IT (Polit. Cyberthriller, 2022, VSS Verlag), Tatort Glashaus (Krimi, 2022, Oertel + Spörer), Akte Vakzin,(Cyber-Krimi, Oertel + Spörer, 2023).

Fragen der SYNDIKATS-Redaktion an Walther Stonet

Wo schreibst du am liebsten?

Im Wintergarten, wenn ich zusammen mit meiner Liebsten vor dem Puschenkino sitze.

Welcher ist dein Lieblingskrimi?

Aktuell „The Cartel“ von Don Winslow.

Dein Lieblingskollege/Lieblingskollegin?

Werner Kehrer, mein Lesungs- und Messenbuddy.

Warum bist du im SYNDIKAT?

Wegen der Syndies, der CRIMINALE den Buchmessen.

Dein Lieblingswort?

Irgend mit was hintendran.

Dein Sehnsuchtsort?

Sandstrand, endloser Sandstrand.

Dein Lieblingsgetränk?

Kaffee. Dunkles Hefeweizen. Kaffee. Dunkles Hefeweizen. Ach, ich kann mich einfach irgendwie nicht entscheiden.

Wo findest du Ruhe?

Bei Strandspaziergängen mit meiner Liebsten.

Wo Aufregung?

Wenn ich eine/n AfD- oder Linken- oder BSW-Politiker/in reden höre, kann ich mich sowas von aufregen!  

Deine persönlich meistgehasste Frage?

Meinst du nicht auch, dass es mit der Schuld gegenüber den Juden mal aufhören sollte?



Leseprobe

„Boss, könntest du mir mal kurz dein gräflisches Ohr leihn?“

Friedrich J. Schmidt, liebend gerne Rico oder Frederico genannt, hatte den ersten Teil der Frage prononciert gesprochen und den zweiten in seinem weichen Sächsisch vernuschelt. Sein Freund und Chef, TJ Graf von und zu Brühlsdorf, blickte ihn leicht genervt an. Doppelt genervt, um präzise zu sein.

„Sachma, Rico, was ist denn jetzt schon wieder los. Ich muss endlich diesen verdammten Bericht für den Kunden fertigmachen. Und das mit dem ‚Chef‘ und dem ‚Boss‘ könntest du verdammt noch eins endlich endgültig mal lassen.“

Der so Gemaßregelte feixte breit grinsend.

„Im Herrenchiemsee haben sie drei Leichen rausgefischt, die nach und nach hochgeploppt sind. Ist das nicht da, wo die Rieke jetzt ist, nu?“

Brühlsdorf schaute unwirsch auf. Rico gautschte auf seinem Rollstuhl vor dem Schreibtisch seines Freundes hin und her.

„Warum erzählst du mir das?“

„Nu, isch dachte eenfach an die alten Zeiten. Ehrlisch, isch vermisse die All-Nighters mit Pizza, Dinnete, Butterbrezeln und dem schichtenweisen Pennen in Schlafsäcken. Du nisch, TJ?“

Und wie der das vermisste. Er hatte manchmal Tagträume, in denen nicht nur Rieke Bechtel, wie sie sich damals noch nannte, und Jana Eisele, die erst seine Dozentin war und später – wie Rieke ja auch – seine Geliebte, mitspielten. Und er sie nicht nur sehen, sondern fühlen und riechen konnte. Er stellte sich nicht nur das gemeinsame Arbeiten vor, sondern auch, fast zu greifen, das Zusammensein in ganz anderer Form. Danach hatte er das Gefühl, vor lauter Schmerzen heulen zu müssen wie ein alter Schlosshund.

„Rico, mein Lieber, das war gestern. Ich glaube nicht, dass Rieke von Bechtelsberg, die Erste Kommissarin der Polizeiinspektion Rosenheim, auch nur das geringste Interesse hat, irgendjemanden von uns zu sehen. Und am allerwenigsten mich.“

„Is ja gut, Chef, isch meen ja bloß. Isch geh dann mal wieder an meen Arbeitsplatz.“

„Tu das, mein Lieber. Bevor ich’s vergesse: Danke, dass du mir berichtet hast. Ich verstehe, dass du dir Sorgen um meinen Gemütszustand machst. Das ist lieb von dir. Du bist eben ein wahrer Freund.“

Das SYNDIKATS-Gewinnspiel

An welchem Ort finden immer die Lesungen seines Lieblingsdichters statt, die Graf Brühlsdorf gerne mit und ohne die Begleitung besucht?

Der Gewinnerin bzw. dem Gewinner winkt ein Graf-Brühlsdorf-Krimi seiner/ihrer Wahl mit einer persönlichen Widmung des Autors.
Schickt eure Lösung bis zum 12.2.26 per Mail