Berliner Schuld
1947: Kommisar Adlers zweiter Fall
Jürgen Tietz
Kampa Verlag
Kriminalroman. 288 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-3111-2577-8
18,90 € [D], SFr. 26,90 [CH], 19,50 € [A]
1947 sitzt der Krieg den Berlinern noch tief in den Knochen. Als eine junge Frau auf der Suche nach essbarem Giersch in der Ruine der Orangerie im Schlosspark Schönhausen eine Leiche findet, ist Hans Adler erschüttert: Muss das Sterben für diese jungen Menschen, die nichts als Tod kennengelernt haben, immer noch weitergehen? Die mit großer Brutalität begangene Tat gibt dem Kommissar Rätsel auf: Wer war die Tote? Kannte sie ihren Mörder, oder hat er sie zufällig gewählt? Weil der Tatort in der sowjetischen Zone liegt, wird Adler ein Leutnant von der Roten Armee zur Seite gestellt. Oder wurde dieser Raskow eingesetzt, um Adlers Ermittlungen zu torpedieren? Der Mann sei hochgefährlich, warnt der amerikanische Major Wilkinson, als er Adler in seiner Laube in Wilmersdorf aufsucht, wo der Kommissar behelfsmäßig wohnt, seit er ohne seinen linken Arm von der Front zurückgekehrt ist. Im Konfliktfeld der Besatzungsmächte muss Adler versuchen, seine Integrität als Polizist zu bewahren und die Wahrheit herauszufinden.
Jürgen Tietz
1964 geboren, lebt und schreibt Jürgen Tietz in Berlin. Regelmäßig ist er an der Nordseeküste auf Sylt. Dort lässt er unter seinem Pseudonym Max Ziegler Kriminalkommissar Eduard Koch ermitteln (Sylter Sandflut, 2023; Sylter Flammenmeer, 2022). Kommissar Hans Adler ermittelt dagegen zwischen den Trümmern des kriegszerstörten Berlins der Jahre nach 1945 (Berliner Monster, 2023, Berliner Schuld, 2024).
Nach einer Ausbildung zum Buchhändler hat Jürgen Tietz Kunstgeschichte studiert und viel zur Architektur des 20. Jahrhunderts veröffentlicht.