Pilzekrieg

Pilzekrieg

Oktober 2017
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EAN 9781549735738
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Knooth hat's dicke. Als baldiger Alleinerbe eines millionenschweren Kaffeerösters plagt ihn nur eins: sein Gewicht. Der Besuch in einer Pommes-Bude könnte für ihn tödlich enden. Um seinen Magen zu verkleinern, reist er in den Westerwald und flieht in letzter Sekunde vor Messer und Magenschlinge ins Gebüsch. Doch dort tobt ein Krieg, und Knooth steckt bald schon mittendrin; denn der Großstädter hat sich als Ersatz der Magen-O.P. für seine halbherzige Fastenkur den beschaulichsten Ort im Umkreis ausgesucht: den ehemaligen Richtplatz. Eine verbrannte Hexe, ein stummer Kreuzemaler und die unerklärliche Raserei der Wildschweine verdichten sich in einer Regennacht zu einem schräg-lichen Szenario, an dem Knooth nicht ganz unbeteiligt bleibt. Der Roman wurde von der Zeit als erster 'Anti-Regionalroman' gewürdigt. Ein Rundumschlag der Heimatgeschichte auf dem Planeten Westerwald.
Roger M. Fiedler

Roger M. Fiedler

Begann seine Karriere als Schriftsteller in Rio de Janeiro. Der erste Vollkontakt mit der 'dritten Welt' änderte auch seine Sichtweise auf das heimische München. Mehrere seiner Kriminalromane spielten in der bayerischen Hauptstadt 'mit Herz'. Fiedler studierte und arbeitete dort - unter anderem als Physiker und S-Bahn-Schaffner.

Um die Jahrtausendwende produzierte Fiedler gemeinschaftlich mit der Münchner Agentur 'kernzeit' die erste Literaturplattform im Internet zum regelmäßigen email-Versand eines Fortsetzungskrimis. Der Erfolg der 'Krimimails' war überwältigend. In gemeinsamer Autorenschaft mit dem Ruhrgebietsautor Jörg Juretzka entstand der erste in mails ausgetauschte Kriminalroman 'enzi@n'.

2001 hielt sich Fiedler in Sevilla auf und verdingte sich dort als Reiseleiter für Andalusien. Es reifte der Entwurf für eine später bei Carlsen-Inprint umgesetzte Reihe von Kurzromanen mit Schauplatz Málaga, Serranía, Granada.

Nach seiner Rückkehr ins deutsche Mittelgebirge verfasste Fiedler den ersten Antiregionalkrimi 'Pilzekrieg' und half, das Festival des deutschsprachlichen Kriminalromans, die 'Criminale' erfolgreich aufs Land zu exportieren. Hier entstanden auch die aktuellen Werke.

Fiedler erhielt für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den deutschen Krimipreis (3.Platz), den Marlowe, das blutige Messer, ein Arbeitsstipendium des deutschen Literaturfonds, Bertelsmann-Stiftung und Literaturhaus München, den black-and-grey-Socks-Award, ein Nominee zum Kurzgeschichten-Glauser, dem großen Autorenpreis des Syndikat.