Der Preis in der Sparte "Debütroman" ist mit 1.500 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der Preisträger 2018 wurde am Samstag, dem 5. Mai 2018 während der 32. CRIMINALE, des Jahrestreffens des SYNDIKATs, in Halle verkündet und geehrt.

Preisträger für den Friedrich-Glauser-Preis 2018 in der Sparte "Debüt":

TotengräberspätzleHarald J MarburgerHarald J. Marburger
Totengräberspätzle, Emons

Harald J. Marburger hat es geschafft, bei seinem Debüt gleich ein ganzes Genre neu zu erfinden. Selten zuvor war ein Regionalkrimi so unterhaltsam, so skurril und damit so außergewöhnlich.Seine fiktive Kleinstadt auf der schwäbischen Alb verwandelt er in eine kriminalistische Wundertüte, aus der sich die Leser frei bedienen können.Totengräberspätzle beginnt dort, wo sonst alles endet: auf dem Friedhof. Damit ist der Takt gesetzt für eine Handlung, die Ihresgleichen sucht: Totengräber, die sich gegenseitig die Leichen stehlen, italienische Mafia und russische Paten, Hasch-Kekse aus dem Altenheim und giftige Spinnen aus der Dunkelheit. Selbst eine schwäbische Variante von Romeo und Julia ist hier zu finden.Das alles richtet Harald J. Marburger gewitzt, aber auch gekonnt an. Seine Sprache unterstützt die Handlung und den Humor dort, wo es Sinn macht. Und hält sich zurück, dort, wo Spannung gefragt ist. Fast scheint es, als würde er jede einzelne seine Figuren lieben: Er gibt ihnen genug Raum zur Entfaltung und schenkt ihnen wunderbare Dialoge. Gleichzeitig vergisst dieses Debüt nie, was es wirklich sein will: ein Krimi. Ermittlung und Auflösung, Verbrechen und Motive – auch das braucht und gibt es auf der schwäbischen Alb. Totengräberspätzle ist ein Kriminaldebüt, das alles wagt – und alles gewinnt.



Außerdem nominiert waren:

Cambridge 5Hannah ColerHannah Coler
Cambridge 5, Limes Verlag
Der Spionageroman Cambridge 5 von Hannah Coler spielt auf drei Zeitebenen: in den Dreißigerjahren, den Siebzigerjahren und heute. Multiperspektivisch erzählt, geht es um Verrat, Intrige und Politik. Ein großartig recherchierter, intelligenter und auf britische Weise sehr amüsanter Campuskrimi mit milieugerechten Charakteren.







Der weiße Affeehmer kerstin Emma Victoria EhmerKerstin Ehmer
Der weiße Affe, Pendragon
In ihrem Krimi Der Weiße Affe nimmt Kerstin Ehmer ihre Leser mit auf eine Zeitreise ins Berlin der 1920er-Jahre. Vor dem Hintergrund eines aufwendig recherchierten Settings bleibt die Stimmung angenehm unaufgeregt. Die historischen Anklänge der Sprache unterstützen die authentische Atmosphäre.









Unter pechschwarzen Sternenautorenfoto gereon krantz copyright thomas malaraGereon Krantz
Unter pechschwarzen Sternen,ProTalk Verlag
Gereon Krantz entführt mit Unter pechschwarzen Sternen in schnörkelloser, klarer Sprache in die Welt des Wahnsinns und präsentiert mit Thomas Harder einen der außergewöhnlichsten Ermittler der letzten Jahre. Vom Anfang bis zum bitteren Ende spannend und mitreißend, gewürzt mit knackigen Dialogen, erzählt der Autor über abstrus inszenierte Frauenmorde und persönliche Nöte seiner klar gezeichneten Protagonisten. 








Der ClubTakis WürgerTakis Würger
Der Club, Kein & Aber

Mit bildgewaltiger, dabei wunderbar zurückhaltender Sprache führt Takis Würger in Der Club den Leser in die vordergründig so elitären Zirkel der Universität Cambridge ein. Dass dahinter vieles steckt, das keineswegs elitär ist, stürzt Hans Stichler in ein moralisches Dilemma um Richtig und Falsch.



 


Für den Friedrich-Glauser-Preis, den Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur 2018, konnten bis zum 30. November 2017 deutschsprachige Kriminalromane von Verlagen eingereicht werden, die im Jahr 2017 erstmals erschienen sind (Originalausgaben).

Die Liste aller 67 eingereichten Werke können Sie hier herunterladen (PDF) 613.3K.

Die Juroren waren:

Benjamin Cors (Preisträger 2016)Oskar FeifarChristiane GeldmacherJutta ProfijtManuel Vermeer

Juryorganisation: Christiane Dieckerhoff