Lord Gordon. Ein Mops in königlicher Mission
Alexandra Fischer-Hunold

Lord Gordon. Ein Mops in königlicher Mission

Ravensburger

Januar 2016
sofort lieferbar
ISBN 9783473369270
12,99 € [D]
     
Hundefutter, Hundehütte, Katzen jagen? Von wegen! Als Lieblingshund von Queen Victoria lebt Lord Gordon im Buckingham Palace und schläft auf seidenen Kissen. Bis eines Tages sein Freund, der Küchenjunge Colin, des Diebstahls beschuldigt wird und aus dem Palast flieht. Lord Gordon ist überzeugt, dass er diesen Fall bis zum zweiten Frühstück gelöst haben wird. Doch die Spur führt in die dunklen Gassen Londons ...

Preisträgerin des Hansjörg-Martin-Preises 2017

Lord Gordon. Ein Mops in königlicher Mission erhielt den Hansjörg-Martin-Preis in der Sparte "Kinder- und Jugendkrimi". Alle Nominierten dieser Kategorie finden Sie hier. 

Der Preis ist mit 2.500 Euro in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert und wird von einer Jury vergeben, in der Autorinnen und Autoren sowie Kinder und Jugendliche mitwirken. Die Preisträgerin wurde am Samstag, dem 6. Mai 2017 während der 31. CRIMINALE, des Jahrestreffens des SYNDIKATs, in Graz (Österreich) verkündet und geehrt.

Begründung der Jury

Lord Gordon – Ein Mops in königlicher Mission, Ravensburger
Wenn man innerhalb einer relativ kurzen Zeit viele Kinder und Jugendkrimis liest, schaltet das Gehirn nach einer Weile ein bisschen auf Durchzug. Da vermischen sich all die Fälle und Namen und es bleibt nur noch das Besondere hängen. Eben so etwas wie ein Mops namens Lord Gordon. Viele Kinderbücher versuchen heutzutage auf Biegen und Brechen originell zu sein. Da werden außergewöhnliche Settings bevorzugt, extrem überintelligente und coole Kinder mit exotischen Namen ausgestattet, da wird der moralische Zeigefinger erhoben. Doch was ein gutes Kinderbuch ausmacht, ist eigentlich ganz einfach: Eine gute, spannende Story und sympathische Protagonisten, mit denen man mitleidet, mitfühlt und mitkämpft. Man muss nicht einmal Hundeliebhaber sein, um Lord Gordon zu mögen. Dieser herrlich naive, sanftmütige Mops, der in seliger Ahnungslosigkeit im Leben der englischen Aristokratie vor sich hin döst, ist einem spätestens auf der zweiten Seite sympathisch, eben weil er ein bisschen dämlich und rührend seine Tage zwischen Bauchstreicheln und Leckerlis verbringt. Mops Gordon kann keiner Fliege etwas zuleide tun. Ein wenig eingebildet ist er am Anfang schon, doch hinter der weichen Mopsbrust schlägt ein großes Herz. Mops Gordon rettet völlig selbstlos einen räudigen Straßenköter vor dem Tod, einfach aus dem tief in ihm verwurzelten Gerechtigkeitsgefühl heraus, dass man nicht tatenlos zusehen darf, wenn anderen Unrecht geschieht. Aus dieser Motivation heraus löst er auch einen spannenden Kriminalfall, denn auch hier gilt es, einem Unschuldigen beizustehen. Mops Gordon wird somit zum Helden wider Willen – er ist der symbolische Inbegriff all derer, die trotz aller Gemütlichkeit des eigenen Lebens in das Zeitgeschehen eingreifen müssen, weil ihr Gewissen es nicht ertragen kann, dass Unschuldige leiden müssen. Es sind letztendlich die Gordons dieser Welt, die uns alle weiterbringen, und nicht die Supermänner. Es ist aber nicht nur der Charakter von Mops Gordon, der das Buch so lesenswert macht. Es ist die humorvolle, heitere und liebevolle Erzählstimme, die konsequent auf Effekthascherei verzichtet und daher umso authentischer wirkt. Lord Gordon ist nicht cool, der Erzählton biedert sich nicht bei den Kindern an, die Geschichte kommt ohne Blut und Technik aus und ist trotz sprechender Hunde kein Fantasybuch. Das Cover kommt weder pink noch dunkel-düster einher, um sich von vornherein auf Mädchen oder Jungen einzuschießen, sondern bleibt angenehm neutral, und das ist auch richtig so, denn Mops Gordon ist ein Buch für Jungen und Mädchen, für Lesemuffel und Leseratten. Lord Mops Gordon ist einfach ein vermopst gutes Kinderbuch, das das Zeug zum Klassiker hat. Wird es noch mehr Fälle für Mops Gordon geben? Man kann es nur hoffen. Die Welt braucht Helden vom Schlage Lord Gordon – heutzutage mehr als je zuvor.


 

Über die Autorin und den Illustrator

Alexandra Fischer-Hunold wurde 1966 geboren. Im Anschluss an eine Banklehre studierte sie Germanistik und Anglistik an der Hochschule in Aachen und arbeitete danach bis zur Geburt ihrer Tochter 1997 im Lektorat eines Kölner Reiseführer-Verlags. In der Elternzeit ergab sich für Alexandra Fischer-Hunold die Möglichkeit das zu tun, was sie schon immer machen wollte: Romane und Vorlesegeschichten für Kinder zu schreiben. Mit ihren Büchern möchte die Autorin nicht nur unterhalten, sondern den Kindern nach Möglichkeit etwas aus der fiktionalen Welt mit in das reale Leben geben, etwas, was ihnen dort weiterhelfen kann - und was sie zu begeisterten Lesern macht. Ihr Traum vom Glück ist eine riesige Bibliothek und ganz viel Zeit zum Lesen. Mit ihrer Familie lebt sie in Münster.

Iacopo Bruno, einer der renommiertesten italienischen Illustratoren, arbeitet mit den wichtigsten Verlagshäusern weltweit zusammen. Er illustrierte Bestseller wie The School for Good and Evil oder Ulysses Moore. Seine Werke wurden unter anderem mit dem Preis der Junior Library Guild ausgezeichnet und in den USA unter die 100 besten Kinderbücher 2014 sowie 2015 gewählt. Das viktorianische Zeitalter hat es Iacopo Bruno besonders angetan: Geheimnisvolle Schlösser, dunkle Gassen und Gestalten bringt er phänomenal zu Papier.